DER ZAUBERBERG – eine psychodramatische Lesung (frei nach Motiven von Thomas Mann)

Der angehende Schiffsingenieur Hans Castorp besucht seinen Cousin Joachim Ziemßen im Sanatorium Berghof nahe Davos in der Entrücktheit der Schweizer Alpen. In diesem Mikrokosmos des Sanatoriums trifft der junge Mann auf seine beiden späteren Mentoren Settembrini und Naphta, welche gegensätzlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite der weltgewandte Italiener Settembrini – Freimaurer, Humanist und Verfechter der Aufklärungslogik. Sein intellektueller Widerpart ist der zum Katholizismus konvertierte Jude Naphta, der Castorp mit dem Tod konfrontiert. Diese Auseinandersetzung zu Lebzeiten lehnt sein Widersacher Settembrini strikt ab. Im Verlauf kämpfen die beiden nun darum, wer den jungen Mann nachhaltiger beeinflussen wird.

Das Prinzip der psychodramatischen Lesung besteht darin, die subjektive Wirklichkeit, in Form von szenischem Handeln erlebbar und reflektierbar zu machen. Die darstellenden Brüder gehen daher über die – von ihnen vorgefundene – fiktionale Realität hinaus, indem sie ihr subjektives Erleben in freimaurerisch-symbolischer Darstellung ausdrücken.